wow² Space

wow² Space
Szenografie, Sounddesign und Videotechnik für den neuen Publikumsevent der ETH Zürich
Für die Ausgabe «wow² Space – ins All und zurück» des neuen Veranstaltungsformats «wow²» der ETH Zürich am 30. Mai 2026 standen wir vor einer faszinierenden Aufgabe: Wie holt man die unendliche Tiefe des Weltraums und eines der komplexesten wissenschaftlichen Instrumente der Gegenwart in die historische, lichtdurchflutete Haupthalle des Hauptgebäudes?
Das Ziel war ein immersives Raumerlebnis, das physische Szenografie, massgeschneidertes Sounddesign und digitale Echtzeit-Medientechnik miteinander verbindet. Im Mittelpunkt der Inszenierung stand das beeindruckende 1:4-Modell des James Webb Space Telescopes (JWST) aus dem Swiss Space Museum.


Die Transformation des Raumes
Für die Weltraum-Inszenierung in der grossen Haupthalle der ETH war die gezielte Lichtführung entscheidend. Mit knapp 100 Metern Pipe and Drape haben wir den Raum temporär verdunkelt. So schufen wir die nötige Intimität und Atmosphäre für die Reise ins All.
Das detailgetreue Teleskopmodell wurde im Zentrum der Halle auf einem Teppich platziert und präzise von oben und unten ausgeleuchtet, um seine filigrane Struktur plastisch hervorzuheben.
Da das Modell im Massstab 1:4 gebaut ist, fehlt in der Realität oft der Bezug zur tatsächlichen, gigantischen Grösse des Originals im Weltall. Um diesen Unterschied physisch erlebbar zu machen, zog sich eine leuchtend pinke Linie über den Boden der Haupthalle: Sie markierte die exakte Outline des echten Teleskops in seiner Originalgrösse. Dieser direkte visuelle Vergleich machte die beeindruckenden Ausmasse des Instruments für die Besucher:innen im Raum sofort greifbar.



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Bild, Ton und Echtzeit-Medien
Eine gelungene Inszenierung funktioniert über die Sinne. Auf einer acht Meter breiten Leinwand zeigten wir die spektakulären, echten Aufnahmen des JWST im Grossformat. Ein zweiter, kleinerer Screen lief perfekt synchron dazu und lieferte dem Publikum vertiefende Informationen zu den gezeigten Bildern. Vier zusätzliche Infostelen im Raum vermittelten weitere Hintergründe zum Teleskop.
Für die akustische Ebene haben wir ein eigenes Sounddesign entwickelt: Ein zehnminütiger, sphärischer «Space Ambient»-Track verlieh der Halle eine immersive Tiefe. Über die Medientechnik wurden der Sound und die verschiedenen Videostreams parallel ausgespielt. Während die Videosignale in Echtzeit gerendert wurden, lief der Ton nahtlos synchron mit. So blieben alle Screens und die akustische Kulisse im Raum präzise aufeinander abgestimmt.
Uns fasziniert an solchen Aufgaben die Verbindung von physischer und digitaler Gestaltung. Von der ersten szenografischen Idee über das Sounddesign bis hin zur technischen Umsetzung greifen hier unterschiedliche Disziplinen ineinander, um komplexe Inhalte direkt im Raum erlebbar zu machen.
