Träumende Dinge

Träumende Dinge
Welches Bild beschreibt die Person, deren Stimme du hörst?
Mit «Träumende Dinge» richtet das Kunsthaus Zug den Blick auf Künstlerinnen, die in einer historisch stark von männlichen Positionen geprägten Sammlung mit herausragenden Arbeiten vertreten sind. Gezeigt werden Werke, die um Dinge und Körper kreisen: Alltagsobjekte werden im künstlerischen Prozess transformiert und zu Trägern symbolischer Bedeutung.
Für die Ausstellung durften wir das interaktive Spiel «Grab It» – ursprünglich von Project AMI zusammen mit dem Museum Rietberg entwickelt – in einer eigenen Fassung für das Kunsthaus Zug umsetzen.
Hörst du, was ich sehe?
Über Kopfhörer hören zwei Spieler:innen, wie eine Stimme – mal ein Kind, mal eine erwachsene Person – ein Werk aus der Ausstellung beschreibt. Farbe, Form, eine Sache, ein Gefühl: Aus den Worten entsteht ein inneres Bild, das man mit den auf dem Tisch ausgelegten Karten abgleicht. Wer das beschriebene Werk zuerst erkennt, legt die passende Karte auf das eigene Sensorfeld – der Bildschirm zählt die Punkte, die Runde geht an die schnellere Hand.

Ressourcen- und budgetschonend
Das Projekt entstand mit bewusst schlankem Budget. Wir arbeiteten mit Material aus unserem Mietangebot und bestehenden Möbeln – ein Tisch, Metallstühle, ein Bildschirm – und ergänzten sie um gezielte Anbauten: die Sensorfelder für die Karten und einen Aufbau, der elegant die Technik versteckt und gleichzeitig als Bedienfläche dient. Weil Design, Entwicklung und Produktion bei uns im Haus zusammenlaufen, liessen sich die Prozesse eng verzahnen. Und weil das Spiel modular aufgebaut ist, lässt es sich mit wenig Aufwand auf weitere Ausstellungen und Inszenierungen übertragen.